Programminitiative 

Bürgerlich Soziale Heimat Bewegung                      

Präambel

Deutschland ist ein schönes Land. Wir befinden uns jedoch in Zeiten zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheit. Auch wenn weltkonjunkturelle Einflüsse Deutschland, vor allem wegen seiner zentralen Lage in Europa und seines großen Exportmarktes, überproportional beeinflussen, erklärt dies nicht warum unser Land, früher zugehörig zu der Weltelite in allen führenden Gebieten, heute in Europa eher als "Wachstumsbremse" gilt, ja in vielen Bereichen dem Ausland hinterherhinkt.

Dieses muss ein Ende haben. Deutschland muss wieder eine führende Rolle in allen wesentlichen Gebietern spielen. Vor allen Dingen muss aber darauf geachtet werden, dass Veränderungen sozial gerecht sind und es nicht nur zur Umverteilung von unten nach oben kommt. Die derzeitigen Maßnahmen sind sozial extrem ungerecht.

Die wesentliche Ursache für unsere miserable Wirtschaftssituation liegt nicht in erster Linie in der weltweit schlechten Konjunktur sondern in der "Verkrustung" unserer Strukturen. Was bisher geschah, war eher ein "Kratzen an der Kruste" als ihr Aufbrechen.

Diese Programminitiative soll als 1. Schritt in diese Richtung verstanden werden und soll unserem Land wieder die Möglichkeit geben voller Zuversicht und Hoffnung in die Zukunft sehen zu können, anstatt Angst vor ihr zu haben.

 Welche Gesellschaft benötigen wir? 

Das umfassendste Problem unserer Gesellschaft ist die Gesellschaftsform an sich. Jegliche Korrekturen am bestehenden politischen System sollte zuerst die Frage nach deren Notwendigkeit für das Gesamtbild der Gesellschaft lösen. Somit ist es klar, dass eine zukunftsweisende Bewegung zunächst diese Frage beantworten sollte, um daraus logische Schlußfolgerungen für die politische Arbeit finden zu können. Dies ist die Grundlage für die Politik aus einem Guß.

Zur Sozialen Marktwirtschaft gehört auch eine aktive soziale Verantwortung des Staates, die greift, wenn der Einzelne nicht in der Lage ist, aus eigener Kraft für die Absicherung der großen Lebensrisiken wie Arbeitslosigkeit, Krankheit und Alter Vorsorge zu treffen. Ein so ausgestaltetes Sozialsystem, das seinem Charakter nach subsidiär ist, ist nicht Fremdkörper, sondern produktiver Faktor in der Sozialen Marktwirtschaft.

Die soziale Verantwortung gilt aber nicht nur für den Staat und seine Organe sondern auch und im besonderen für die Menschen, die in dem Staat leben, die den Staat bedeuten.

Sozial entstammt dem Lateinischen und bedeutet:

Gesellig, gesellschaftlich, auf die Gemeinschaft bezogen, die Beziehungen zwischen den Menschen betreffend; menschenfreundlich, der Gesellschaft dienend, den Regelungen des gesellschaftlichen Verhaltens entsprechend.

Diese Sozialbindung des Eigentums wird im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Artikel 14 (2) deutlich festgeschrieben. Und nicht nur die Freizügigkeit gemäß Artikel 11 GG. Man könnte aus der aktuellen Lebenssituation und der Selbstbedienungsmentalität großer Teile der Bevölkerung in Deutschland anderes vermuten.

Der so definierte und umgesetzte Sozialbegriff sollte unser aller Handeln bestimmen. Hier liegt die gesellschaftliche Verpflichtung jedes Einzelnen, seinen Egoismus zurückzustellen und sich für die Gesellschaft zu engagieren. Jeder muss überlegen, wie und womit er der Gemeinschaft helfen, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten er der Gemeinschaft geben kann.

Wir erkennen, dass unsere Gesellschaft mit dem Erstarken des monokapitalistischen  Systems, und durch die de Facto Ausbeutung des "kleinen Mannes", einen Weg beschreibt, auf dem der "Ottonormalverbraucher" dem Kapital mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert ist. 

Durch den Ausverkauf deutscher Aktiengesellschaften an den internationalen Börsen und dem gleichzeitigen Abbau heimischer Arbeitsplätze zu Lasten unserer Sozialsysteme, gefördert von unseren Steuertöpfen, zeigt sich eine wirtschaftliche Dekadenz, deren Ursprung allerdings in der vorhergehenden politischen Dekadenz liegt.

Das Resultat sind steigende Arbeitslosigkeit, Armut, Kinderlosigkeit, Frustration und Bildung extremistischer Gruppen mit Aggressionspotenzial. Somit wird hierdurch dem Staat die wesentliche Grundlage dafür entzogen, seinen Bürger ein Maximum an  Wohlstand, Gesundheit und Sicherheit zu garantieren.

Ein weiterer Faktor, welcher  in Deutschland wesentlich zur Armut, reduzierter Kaufkraft und somit zu einer schwachen Binnenkonjunktur beiträgt ist die Inflationsrate von bis zu 100% seit der Euro-Einführung. Vor allem die Bereiche Lebensmittel, Textilien, Gastronomie und Tourismus sind hiervon betroffen. Dieser  Missstand ist einer fehlenden Weitsicht der deutschen Politik zu schulden, aber besonders auch deren eigener Verflechtung in einem System, welches sie somit nicht mehr adäquat korrigieren können. Verflechtungen bestehen in den Strukturen der Aufsichtsräte, Vorstände und Gewerkschaften.

Weitere Zeichen dieser politischen Dekadenz sind die überproportional gestiegenen Energiepreise der letzten Jahre. Auch hier wird billigend in Kauf genommen, dass der Bürger immer mehr an Kaufkraft verliert zugunsten der Profitmaximierung der Energieriesen. Diese Milliardengewinne werden politisch unterstützt, um sich ebenfalls am internationalen Aktienwettbewerb mächtig aufstellen zu können, um dann kleinere Unternehmen aufzukaufen und damit seine marktbeherrschende Stellung auszubauen, Monopolstrukturen zu festigen und weitere Milliardengewinne zu erzielen.

Die Politiker der SPD, CDU, Linke, FDP und Grüne sitzen in vielen Unternehmen, bei Gewerkschaften als Beiräte etc, können wir da wirklich erwarten, dass der Bürger objektiv vertreten wird?  Diese Generation von Politikern sind ihre verschiedenen Bezüge wichtiger  als ihre eigentliche Aufgabe wahrzunehmen: nämlich dem Bürgern, dem Volk, zu dienen.

Jeder hat die Pflicht der Treue gegen Volk und Verfassung. Er hat die Pflicht, am öffentlichen Leben Anteil zu nehmen und seine Kräfte zum Wohle der Allgemeinheit einzusetzen. Er ist nach Maßgabe der Gesetze verpflichtet, Ehrenämter anzunehmen.

Wie würde eine solches "Dienen" aussehen? :

Man  sieht heute, dass Protestwähler insbesondere "links" wählen. Die Notwendigkeit für eine neue soziale Politik wird hier erkannt ohne sich meist über die Folgen des damit verbundenen erstarken des Sozialismus als Gesellschaftsform im klaren zu sein.

Das Rezept des Sozialismus als Vorstufe zum Kommunismus fußt auf derselben Erkenntnis wie wir sie beschreiben, nämlich dass dem Kapital nicht eine Vorherrscherrolle in der Gesellschaft zu Lasten des Volkes gegeben werden darf und Interessen des  bürgerlichen Gemeinnutzes höchste Priorität in der Gesellschaft gegeben werden sollte.  

Anstatt einer Diktatur des Kapitals fordert der Sozialismus/Kommunismus jedoch eine genauso einseitige Diktatur der Arbeiterklasse (Proletariats). Es soll hier also der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben werden. Diese Schlußfolgerung von Marx und Lenin ist fatal und wird nicht den heutigen politischen Anforderungen gerecht.

Warum? Die Diktatur des Kapitals sollte zwar überwunden werden,  jedoch würde eine Diktatur des Proletariats  in unserer heutigen Gesellschaft zu Kapitalflucht, Firmenpleiten, Arbeitslosigkeit, Armut, sinkende Steuereinnahmen und zur Insolvenz des Staates führen.   

Unsere Antwort: Ein Mittelweg.

Es ist von der Bevölkerung absolut richtig beobachtet und wahrgenommen, dass durch die Einführung des Euros die Gehälter und Mieten zwar nur geringfügig gestiegen sind, die Nebenkosten für Wohnraum und insbesondere die Artikel des täglichen Grundbedarfs massiv verteuert wurden. Die Selbstverpflichtung von Handel und Gewerbe hat nicht gehalten und auch derzeit erleben wir wieder die Situation, dass zwar Scheinangebote gemacht werden, in Wirklichkeit aber die Mehrwertsteuererhöhung zu einer deutlichen Preissteigerung geführt hat.

Der Begriff des "Gemeinnutzes" ist in einer funktionierenden Gesellschaft zu definieren und mit einem rechtlichen Rahmen zu versehen. Als Gemeinnützig sind u.a. folgende Artikel des täglichen Bedarfs, also der Grundversorgung der Bevölkerung, zu nennen (ausgenommen jeweilige Luxusartikel z.B. Kaviar bei Fischprodukte):

  Grundnahrungsmittel:

    • Teigwaren (Brot, Brötchen, Kuchen etc)
    • Milchprodukte
    • Obst und Gemüse
    • Fleisch-/ Fischprodukte
    • Kartoffeln
    • Strom, Gas und Wasser
    • Einfache Gastronomie
    • öffentliches Verkehrsnetz
    • Wohnungsbau für Familien und Sozialwohnungsbau
    • Medikamente
    • Hilfsmittel für Gesundheitsfürsorge

Unternehmen, die gemeinnützige Produkte verkaufen bzw. Gemeinnütziges anbieten, sollen durchaus von Privatunternehmen geführt werden, jedoch mit der unbedingten Auflage, den gemeinschaftlichen Charakter der Ware  in so fern zu berücksichtigen, als dass diese Produkte durch das Wirtschaftsministerium und Verbraucherministerium zur Einhaltung bezahlbarer Preise kontrolliert werden. Wir machen dabei beispielhaft darauf aufmerksam, dass einfache Brötchen mit ca. 25 Cent eine Gewinnspanne von 200% haben, ähnlich verhält es sich bei einer Kugel Eis mit ca. 70 Cent.  Ein Liter haltbare Milch hat zu DM-Zeiten ca. 55 Pfennig gekosten. Er Kostet jetzt ca. 59 Cent. Der sozialversicherungspflichtige Angestellte hat somit seit 2001 ca. 100% Inflationsrate zu zahlen, obwohl sein Gehalt NICHT entsprechend gestiegen ist. Dies ist die wesentliche Ursache für den sinkenden Wohlstand und den auf Dauer schwachen Binnenmarkt. Eine Verstaatlichung der Unternehmen wäre aber insofern kontraproduktiv, da private Unternehmensführungen traditionell deutlich mehr Engagement für das Unternehmen aufbringen und somit die besseren Geschäftsführer sind. Der Staat könnte sich somit lediglich auf die Aufgabe beschränken sicherzustellen, dass gemeinnützige Produkte zu vernünftigen Preisen angeboten werden.

Die Kosten für z.B. Gas, Strom und Wasser wären somit staatlich zu beschränken. Dieses würde im wesentlichem die Bevölkerung vor dem Ausbluten durch das Kapital schützen. Auch Kapitalgesellschaften wären in so fern vom Staat zu kontrollieren. Es muss verhindert werden, dass sie steuersubventioniert ihren Sitz außerhalb Deutschlands transferieren dürfen und dabei umfangreiche Personalkürzungen vornehmen. Ausländische Investoren dürften diese auch nicht ohne weiteres zerschlagen. Diesbezügliche EU-Regelungen sind energisch entgegenzutreten( Lissabon Vertrag). Derzeit werden mit Geldern der Europäischen Union Industrieansiedlungen in den neuen Mitgliedstaaten gefördert. Die finanziellen Mittel dazu werden aus den Mitgliedstaaten erwirtschaftet. Das bedeutet, dass der deutsche Arbeitnehmer den Abbau seines eigenen Arbeitsplatzes durch seine Steuerleistung bezahlt. 

In anderen Ländern ist es durchaus üblich, auch in Europa, das beispielsweise die Energiekosten staatlich festgesetzt werden. Das passiert auch in Luxemburg und dort kostet der Liter Benzin 25 Cent weniger als in Deutschland. Kein Finanzpolitiker in Deutschland hat Interesse daran, die Besteuerung des Benzins und des Diesels beispielsweise auf feste Beträge zu begrenzen, da jede Verteuerung auf den internationalen Märkten zu zusätzlichen Steuereinnahmen führt.      

Weiterhin soll bei einem  einheitlichen Steuersatz von bis zu 25% alle Steuersubventionen gestrichen werden, um dann lediglich ein staatliches Familienbauprojekt einzuleiten, indem deutschen Familien oder ausländischen Familien mit unbeschränkter Aufenthaltsgenehmigung mit mindestens  1 Kinder adäquate und zweckmäßige Reihenhäuser subventioniert bauen können.  Arbeitsentgelt bis 1.500 EUR ist von der Lohnsteuer zu befreien.

Das jetzige Steuerklassenmodell würde dann abgeschafft und Steuervergünstigungen würden nur Familien mit Kinder bekommen. Familie ist dadurch zu definieren, dass mindestens ein Erziehungsberechtigter sich um mindestens ein Kind kümmert. Somit wäre eine allein erziehende Mutter ebenfalls eine Familie. Diese allein erziehenden Mütter  haben jedoch heute die Steuerklasse 1 während  verheiratete Homosexuelle nach unserem jetzigen System steuerlich in Klassen 4 oder 3 begünstigt werden.   Diese Gruppen würden nach unserem System keine steuerliche Vergünstigung bekommen.

Die Familiensiedlungen aus dem Familienbauprojekt würden dann ebenfalls ausreichend Betreuungsmöglichkeiten und Erholungsmöglichkeiten anbieten, indem für ein ausgewogenes soziales Umfeld mit Kinderbetreuung, Sportmöglichkeiten und ansprechendem Lebensraum gesorgt wird.

Die Jugend ist stärker nach dem Prinzip von "Recht und Ordnung"  zu mehr Verantwortungsgefühl zu erziehen. Auch wenn die überwiegende Mehrheit der Lehrer sich mit viel Hingabe der Ausbildung und Vermittlung von Wissen widmet, so muss auch bei der Minderheit der Lehrkräfte sichergestellt sein, dass sie zum Wohle des Nachwuchses entscheidend beitragen.

Kennedys Plädoyer, an das zu denken, was man für sein Staat tun kann, ist dabei der Grundgedanke. Eine Identifizierung des einzelnen mit dem Staat ist zwingende Voraussetzung für die Möglichkeit eines Staates, seinen Bürgern Wohlstand, Sicherheit und Gesundheit bieten zu können. Ohne diese Identifikation sinkt die Bereitschaft des Einzelnen, dem Staat zu nutzen und Schaden von ihm abzuwenden. In der Kumulative führt dies zu der jetzigen Situation,  in der Bürger dem Staat in allen Bereichen schaden, dabei aber nicht merken, dass sie sich selbst damit schaden. Der Schüler, der also Kaugummi auf die Strasse spuckt oder die Füße in der Straßenbahn auf die Sitze legt ist genauso als "Verantwortungsloser" zu sehen wie der Millionär, der um Steuern zu sparen ins Ausland zieht.

Die Antworten der Gesellschaft der Zukunft sind nicht in den Rezepten der Vergangenheit zu suchen oder gar zu finden.

Die Gesellschaft der Zukunft benötigt eine NEUE Gesellschaftsform - die hier beschriebene.

Aus dem Verständnis des Verhältnisses des Einzelnen zu seinem Staat resultiert auch die Unmöglichkeit einer effektiven Weltgemeinschaft der Staaten, in der die Ressourcen der Erde allen Menschen zu gleichen Teilen gehören. 

Nur wenn jedes Land für sich als Einheit besteht, kann eine solche Identifikation stattfinden. Diese Identifikation setzt immer gemeinsame Werte voraus. Der Mensch als solches definiert sich über Sprache, Religion und Kultur. Afrika ist ein Paradebeispiel dafür, was passiert, wenn unabhängig von diesen Parametern Grenzen und Länder erschaffen werden. Eine Identifikation des Einzelnen mit seinem Land finden dort kaum statt. Dafür aber  eine umso größere mit seiner jeweiligen "Stammeskultur". Da unterschiedlichste "Stammeskulturen" allerdings in gemeinsame Grenzen gepresst wurden, kommt es immer wieder zu Bürgerkriegen. Das Land wird ausgeraubt und von westlichen Staaten geplündert,  Bodenschätze an internationale Konzerne verkauft, die wiederum diese Situation in den armen Ländern Afrikas und Asiens schamlos ausnutzen. Das Schicksal der Bürger ist ewige Korruption und Armut.

Afrika selbst ist jedoch ein potentiell reicher Kontinent. Vernünftig geführt, mit industrieller Landwirtschaft, Sonnenenergienutzung, Wasseraufbereitungsanlagen etc. könnten die Bürger der Staaten Afrikas durchaus einen vernünftigen Wohlstand genießen. Wer glaubt, durch großzügige Asylregelungen, freie Grenzen etc. dieser Problematik Herr zu werden, täuscht gewaltig. Das Gegenteil ist der Fall. In der Realität verstärkt er das Problem sogar, da der Afrikaner NICHT mehr das Problem erkennt und nach einer Lösung sucht, sondern es vorzieht, dass in jeweils einer Familie mindestens ein arbeitsfähigen Familienmitglied in eines der reichsten Länder dieser Welt flieht und durch Arbeit oder Sozialleistungen dann in seiner Heimat die ganze Großfamilie ernähren kann. So bleibt  alles beim alten und immer mehr  Kinder werden in bitterer Armut geboren.

Anstatt Entwicklungshilfe projektbezogen zu organisieren, die dann industrielle Landwirtschaft etc. aufbaut, werden den korrupten Machthabern Devisen überwiesen, die aber nie beim Volk ankommen.

Für ideologisierte Träumer ist es aber einfach, für großzügige Asylregelungen und freie Grenzen zu plädieren; weitaus schwieriger ist es, das Problem wahrhaftig zu erkennen und an seiner Wurzel anzupacken. Ein Brenneselfeld würden wir auch nicht dadurch bekämpfen, dass wir einzelne Blätter herausreißen.

Die Unsinnigkeit der Globalisierung bekommt am Bespiel Afrika sein hässliches Gesicht. Afrikanische Betriebe oder Bauern werden ruiniert, weil Billigprodukte aus der EU oder den USA dort wesentliche Marktanteile erwerben.

Die Folge in Afrika: Arbeitslosigkeit. Armut. Abhängigkeit.

Eine Weltgemeinschaft sollte somit nationale Souveränität fördern, weil nur dann eine individuelle Identifikation mit dem Staat möglich ist, wenn der einzelne Bürger langfristig Wohlstand genießt. Das jetzige Bestreben des Kapitals, eine kapitalgesteuerte Weltregierung aufzubauen, in der das Kapital als einziges gemeinschaftliches Gut die Weltgemeinschaft bindet und deren Werkzeug, die internationalen Aktienmärkte und der Zins und Zinseszins ist, ist demnach Einhalt zu gebieten, da er nach obiger Theorie dem Volk Armut und Abhängigkeit bringen wird, Einzelnen jedoch unermesslichen Reichtum.         

Eine Weltgemeinschaft des Kapitals ist lediglich zu dem Zweck aufzubauen, von Armut oder Katastrophen befallene Nationen zu unterstützen. Nicht indem man ihnen Devisen leiht und deren Rückzahlung an Zins und Zinsenszins knüpft, welche dann ebenfalls diese Länder abhängig machen     (der IMF-IWF hat lange so zum Ruin der "Dritte Welt"-Länder beigetragen), sondern indem projektbezogene Hilfe angeboten wird.

An diesem Beispiel sehen wir die Diskrepanz zwischen gut gemeinter Theorie und Wirklichkeit.

Für die Weltgemeinschaft bedeutet dies nichts anderes als dass nur vernünftige staatliche Strukturen mit gemeinsamen Werten die Vorraussetzung für einen Staat bilden, in dem die Bürger ein Maximum an Wohlstand besitzen. Dies bildet auch den Hintergrund für eine zukunftsgerechte Integrationspolitik, weil die aufgezeigten Zusammenhänge Berücksichtigung finden müssen, um alle Bürger am bestehenden Staat mit Wohlstand, Gesundheit und Sicherheit teilhaben zu lassen.

Hiernach erfordert das diesbezügliche Konzept, dass die gemeinsamen Werte der Gesellschaft unbedingt von den Immigranten respektiert werden müssen. Passiert dies nicht, entstehen Parallelgesellschaften ohne Identifizierung mit dem Staat, was wiederum zu Armut, Frustrationen und dann Bildung extremistischer Gruppen und Aggressionen führt. Diese Entwicklung schadet dann dem Staat.

Vor diesem Gedanken glauben wir, dass wir uns als Land nicht scheuen dürfen, eine ?Leitkultur? vorzugeben, die lediglich das widerspiegelt, was unbewusst sowieso die Gesellschaft zusammenhält, nämlich die gemeinsame Kultur, Sprache und Religion. Selbstverständlich beinhaltet dies auch Toleranz gegenüber anderen Religionen, jedoch benötigt eine Gesellschaft diese gemeinsamen Werte als festes Fundament für den Zusammenhalt der Gesellschaft und ihre Stärke. Es wäre für ein Land vernichtend anzunehmen, dass durch eine gewisse "Anarchie" jeder nach seiner eigenen Fasson selig werden könnte.

Die Kunst der modernen Gesellschaft ist somit Individualität zuzulassen und zu fördern, jedoch nicht zum Nachteil einer notwendigen Wertegemeinschaft. Es muss auch den Verfechtern der Individualität bewusst sein, dass eine Gemeinschaft nur dann existieren kann, wenn der einzelne Bürger seiner Rechte bei den berechtigten Interessen und Individualrechten des Mitmenschen beschränkt. Der Staat benötigt dieses Grundprinzip, um erfolgreich für seine Bürger da sein zu können. Der Gedanke der Leitkultur bedeutet in der Konsequenz auch, dass man durchaus das Tragen von Kopftüchern für Beamtinnen oder Angehörigen des öffentlichen Dienstes verbieten kann ohne gleichzeitig auch das Aufhängen von Kreuzen zu verbieten. Als deutlich christlich geprägtes Land dürfen wir dem Trend der Beliebigkeit nicht unterliegen. Die Folgen wären fatal für die Gesellschaft und somit für das Land. 
Eine wesentliche Vorraussetzung für eine adäquate Integration ist aber auch die Bereitschaft der heimischen Gesellschaft die Einwanderer zu integrieren. Die oben angesprochenen bindenden Werte einer Gemeinschaft oder eines Landes (Sprache, Kultur, Religion) sind auch an äußere Erscheinungsmerkmale geknüpft. Diese Entwicklung passiert in der Gesellschaft unwillkürlich, aber sehr wirkungsvoll. Dies bedeutet, dass es jemand, der äußerlich deutlich sichtbar dem ?üblichen? Erscheinungsbild der jeweiligen Gesellschaft NICHT entspricht, es deutlich schwieriger hat, seine Integration zu erreichen als jemand, der zwar einen anderen kulturellen Hintergrund hat, aber äußerlich dem Durchschnitt der jeweiligen Gesellschaft nahe kommt.         

Dieses Phänomen ist überall auf der Welt zu erkennen. So unterscheiden sich z.B. auch in Afrika die "Stammeszugehörigkeiten" nicht nur an religiösen und kulturellen Fragen, sondern auch phänotypischen Charaktermerkmalen, also Aussehen. So passiert es dort oft, dass Mitglieder anderer Stämme dort selbst innerhalb eines Landes enormer Diskriminierung ausgesetzt sind.

Um demnach die Bereitschaft der heimischen Bevölkerung, ohne die eine Teilhabe an Wohlstand, Sicherheit und Gesundheit nur eingeschränkt möglich ist, die Bereitschaft zur Aufnahme der Einwanderer zu maximieren, sollte berücksichtigt werden, dass eine Gesellschaft so funktioniert wie oben dargestellt.

Instinktiv nimmt die heimische Bevölkerung eine deutliche Zunahme "Fremder" als Bedrohung war. Einzelne werden oft und gerne in eine Gesellschaft integriert, nimmt die Anzahl der "zu integrierenden Fremden" deutlich zu, ist immer eine Abnahme dieser Bereitschaft zu erkennen. Bei weiter wachsender Anzahl der Integrationswilligen schlägt eine ursprüngliche Zustimmung für eine Aufnahme sogar in generelle Ablehnung um. Diese  "Fremden"  werden dann als Bedrohung wahrgenommen. Interessanter weise können ähnliche Entwicklungen auch in der Tierwelt festgestellt werden, in der durchaus einzelne Gruppen einer Art einzelne andere Tierarten in ihrer Gemeinschaft aufnehmen und pflegen. Mehrere würden jedoch immer als ?Feinde? betrachtet.

Selbstverständlich sind alle Menschen als einzige Spezies Homo Sapiens zu sehen,  trotzdem hat der Mensch jedoch gelernt, für ihn wichtige Unterschiede in ähnlicher Weise zu deuten.  Dies führt dann in der Realität dazu, dass vor allem junge Kinder aus Einwandererfamilien von der heimischen Gesellschaft nicht integriert werden, selbst wenn sie dies wollten. Diese bilden dann Parallelgesellschaften und die Folge ist Arbeitslosigkeit, Armut, Frustrationen, Bildung extremistischer Gruppierungen und später Aggressionen gegen die heimische Gesellschaft.

Ähnliche Entwicklungen sind jedoch auch in der heimischen Gesellschaft festzustellen, indem Frustrationen über die deutliche Zunahme Immigranten resultieren, die dann ebenfalls zur Bildung extremistischer Gruppen und Aggressionen führen. 

Mit dem Verständnis für die zuvor dargestellten Zusammenhänge können wir dieser Problematik effektiv begegnen.  

Die Antworten der Politik auf die Herausforderrungen der Zukunft sollten somit die neuesten Erkenntnissen der "Weltgemeinschaft" beherzigen. Der Sozialismus und Kommunismus ist daher genauso ungeeignet wie der pure Kapitalismus.